Eine Reitschülerin erzählt

22. März 2010

Eine Reitschülerin erzählt:
Von: Britta Beer, Stelle

Als meine Freundin mir Regina als Reitlehrerin empfahl, beschrieb sie sie mir als eine 110%ige.
Sie sollte Recht behalten!

Winni Puh, mein sensibler Halbblüter, war bereits 11 Jahre in meinem Besitz, als ich zu Regina wechselte. Ein paar typische „Englische-Unterrichtsstunden-Reitlehrer“ hatte ich bis dahin schon gehabt. Meistens war ich recht zufrieden, nur wunderte ich mich immer über den Durchfall meines Pferdes in fast jeder Unterrichtsstunde. Mit Regina änderte sich das!
Nicht nur, dass der Durchfall kein Thema mehr war, nein, auch das Exterieur von Winni veränderte sich. Jahrelang war er eher eckig und dünn. Nun wurde er deutlich runder und entwickelte mehr Muskeln.

Auch das Tempo haben wir verändert. Regina ließ uns in den ersten Unterrichtsstunden nur so über den Platz fliegen. Pferd und Reiterin waren anfangs sehr irritiert. Die (vorhandene) Kondition ließ zu wünschen übrig (was manchmal leider auch heute noch der Fall ist).
Was bislang unser Arbeitsprogramm war, hieß nun Aufwärmphase.

Daran mussten wir uns erst gewöhnen. Ein paar Wochen lang übten wir das „neue Tempo“, aber dann – irgendwann – ging es wie von selbst. Heute liefert das Thema Tempo selten noch Gesprächsstoff.
Der Unterricht bei Regina bietet selbst einer langjährigen Freizeit-Dressurreiterin wie mir, immer wieder neue Ideen und Verbesserungsanstöße hinsichtlich der Pferde- und Reiterinausbildung.
Regina gestaltet den Unterricht abwechslungsreich, sehr gut abgestimmt auf Pferd und Reiterin und vor allem immer das eigentliche Ziel vor Augen, ein motiviertes und leistungsstarkes Pferd zu bekommen.

Die Hilfen sollen so fein wie möglich sein. Sofern es erforderlich scheint, fließt immer mal ein bisschen Theorie ein… (gut, um mal zu verschnaufen…)
Nur richtig gegebene Hilfen bewirken eine fehlerfreie Kommunikation zwischen Pferd und Reiterin.
Abschließend kann ich nur sagen, unabhängig davon, wie lustlos oder unmotiviert evt. Pferd und Reiterin zu Beginn des Unterrichts sein mögen, bislang endete jede „Stunde“ mit Elan, Freude und Motivation – hoffentlich auch für Regina.
So macht Reiten Spaß!

Vielen Dank, liebe Regina!

…und was sage ich dazu?

Zunächst einmal natürlich vielen, vielen Dank für diese wunderbare Beurteilung meiner Arbeit!!!
Vielleicht ist es für den einen oder anderen ja interessant, wie die Begegnung mit Britta und Winni aus meiner Perspektive aussieht und klingt.
Als Britta bei mir wegen Reitunterricht anrief, fragte ich, wie ich das immer tue, was Ihre Ziele wären und was sie von mir erwarte. Als sie mir dann sagte, dass ihre neue Reitlehrerin oder ihr neuer Reitlehrer bis zur Leistungsklasse S unterrichten können sollte, winkte ich sofort ab. Ich unterrichte bis zur Klasse M, mit der Leistungsklasse S kann ich leider nicht dienen. Sie wollte es trotzdem mit mir versuchen und es ist eine sehr, sehr schöne Arbeit dabei herausgekommen.
Britta ist eine sehr gute Reiterin, die (Gott sei Dank!) die heutige „Hauruck- und Zusammenknall-Ausbildung“ eher kritisch sieht. Trotzdem war es anfangs nicht leicht für sie, mit meiner, immer wieder an die Wurzeln führenden, Ausbildung klar zu kommen. Inzwischen ist das anders.
Mein Eindruck von Winni war der eines zwar gut ausgebildeten, aber auch etwas frustrierten Pferdes, körperlich nicht ganz fit und nicht genügend durchgymnastiziert. Die Anlehnung war nur eine anscheinende und das Grundtempo viel zu niedrig.

Was Britta als „Fliegen über den Platz“ beschreibt, war lediglich die häufige Verlängerung von Tritten und Sprüngen, aber dass das für sie ungewohnt war, und für Winni auch, kann ich sehr gut nachempfinden.
Die Beiden haben inzwischen so große Fortschritte gemacht, dass ich hoffe, dass sie in diesem Jahr mal wieder das eine oder andere Turnier reiten werden.
Liebe Britta, der Unterricht mit Euch macht großen Spaß!